LEBERFEIN ist eine Kräutermischung aus sieben Arzneidrogen in Arzneibuchqualität – mit Mariendistelsamen und Artischockenblatt. Zusammengestellt für Phasen erhöhter Stoffwechselbelastung: den Fellwechsel, das fortgeschrittene Alter, die klassische Frühjahrs- und Herbstkur. Leber, Galle und Nieren arbeiten als System – die Mischung berücksichtigt alle drei.
Auf einen Blick
- Sieben Arzneidrogen in Arzneibuchqualität nach Ph. Eur., chargenweise geprüft
- Mariendistelsamen – die Samen, nicht das Kraut, mit geprüftem Gehalt
- Artischockenblatt – die Blätter, nicht die Blütenköpfe
- Reines Kraut – kein Trägermaterial, keine zugesetzten Nährstoffe, kein Aroma
- Als Kur angelegt, acht Wochen, ein- bis zweimal jährlich, mit Pause
- 150 g reichen 21 bis 75 Tage, je nach Gewicht des Hundes
Leber, Galle und Nieren als System
Wer verstehen will, warum eine Mischung für die Leber auch Nierendrogen enthält, muss das Zusammenspiel kennen. Die drei Organe arbeiten nacheinander, nicht nebeneinander.
Die Leber
Das größte innere Organ. Sie verarbeitet Nährstoffe, speichert Energie und Vitamine, stellt Proteine und Gerinnungsfaktoren her und wandelt körperfremde Stoffe so um, dass sie ausgeschieden werden können.
Die Galle
Die Leber bildet täglich Galle. Sie emulgiert Fette und macht sie damit für die Verdauungsenzyme zugänglich – ohne Galle bleibt ein Teil der Nahrungsfette ungenutzt.
Die Nieren
Was die Leber wasserlöslich gemacht hat, verlässt den Körper über die Nieren. Die beiden Organe stehen also am Anfang und am Ende derselben Kette.
Warum das für die Rezeptur zählt
Eine Mischung, die nur Leberdrogen enthält, bildet nur den ersten Schritt dieser Kette ab. LEBERFEIN stellt deshalb neben die klassischen Leberdrogen auch Gallendrogen und mit der Goldrute eine Droge, die in der Phytotherapie traditionell dem Harnapparat zugeordnet wird. Das ist der Gedanke hinter der Zusammenstellung – und der Grund, warum sieben Drogen darin stehen und nicht zwei.
Wann wir LEBERFEIN einsetzen
Die Anlässe sind Phasen, in denen der Stoffwechsel mehr zu tun hat als sonst – und sie kehren überwiegend jahreszeitlich wieder.
Im Fellwechsel
Frühjahr und Herbst, wenn das komplette Haarkleid neu gebildet wird – eine der stoffwechselintensivsten Phasen im Hundejahr.
Als saisonale Kur
Die klassische Frühjahrs- und Herbstkur über acht Wochen, ein- bis zweimal im Jahr.
Bei älteren Hunden
Wenn der Stoffwechsel ruhiger wird – als wiederkehrende Kur mehrmals im Jahr statt als Dauergabe.
In Umstellungsphasen
Futterwechsel, veränderte Haltung, anhaltende Belastung – Zeiten, in denen sich im Alltag des Hundes vieles auf einmal ändert.
Wie die Mischung aufgebaut ist
Die klassischen Leberdrogen
Mariendistelsamen, Artischockenblatt – die beiden, auf die sich die phytotherapeutische Literatur in diesem Bereich vor allem bezieht.
Die Bitterstoffdrogen
Löwenzahn, Schafgarbe, Artischocke – Bitterstoffe gehören zu den ältesten Werkzeugen der europäischen Phytotherapie im Verdauungsbereich.
Die Wurzeldrogen
Kurkuma, Löwenzahnwurzel – Wurzeln und Rhizome bringen andere Stoffklassen mit als Kraut und Blatt.
Die ergänzenden Drogen
Goldrutenkraut, Odermennigkraut – die eine traditionell dem Harnapparat zugeordnet, die andere eine milde Gerbstoffdroge.
Der Gedanke dahinter
Pflanzliche Kombinationen verhalten sich anders als isolierte Einzelstoffe. In der Phytotherapie wird das als Multi-Target-Ansatz beschrieben: Die Bestandteile greifen an verschiedenen Stellen an, statt einen einzelnen Punkt zu bedienen – und sollen sich in der Kombination ergänzen.
Bei LEBERFEIN stehen deshalb Samen, Blatt, Kraut und Wurzel nebeneinander: verschiedene Pflanzenteile mit verschiedenen Stoffklassen statt siebenmal derselben. Das setzt voraus, dass man für jede Droge weiß, welcher Pflanzenteil was mitbringt. Darin besteht die Arbeit an einer Rezeptur.
Die sieben Drogen im Einzelnen
Alle Bestandteile entsprechen Arzneibuchqualität nach Ph. Eur. und werden chargenweise auf Identität, Reinheit und Gehalt geprüft.
Mariendistelsamen
Silybi mariani fructusSilymarin, ein Komplex aus Silybin, Silydianin und Silychristin, dazu Flavonoide und fettes Öl. Beim Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel der EMA geführt und mit Positivmonographie der Kommission E. Die Droge ist auf die Samen definiert – nicht auf das Kraut.
Artischockenblatt
Cynarae foliumCaffeoylchinasäuren, darunter Cynarin, sowie Sesquiterpenlactone und Flavonoide. Beim HMPC geführt und mit Positivmonographie der Kommission E. Verwendet werden die Blätter, nicht die Blütenköpfe.
Kurkumawurzelstock
Curcumae longae rhizomaCurcuminoide und ätherisches Öl. Beim HMPC geführt und mit Positivmonographie der Kommission E. Wir verwenden den ganzen Wurzelstock, nicht isolierte Curcuminoide – die Begleitstoffe gehören zur Droge.
Löwenzahnkraut mit Wurzel
Taraxaci herba cum radiceBitterstoffe vom Typ der Sesquiterpenlactone, Inulin und Kaliumsalze. Beim HMPC geführt und mit Positivmonographie der Kommission E. Die Droge umfasst Kraut und Wurzel zusammen – zwei Pflanzenteile mit unterschiedlichem Profil.
Schafgarbenkraut
Millefolii herbaÄtherisches Öl, Bitterstoffe und Flavonoide. Mit Positivmonographie der Kommission E. Während der Trächtigkeit nicht empfohlen.
Goldrutenkraut
Solidaginis herbaFlavonoide, Saponine und Phenolglykoside. Beim HMPC geführt und mit Positivmonographie der Kommission E – dort dem Harnapparat zugeordnet. Die Droge, die in LEBERFEIN das Ende der Kette abbildet.
Odermennigkraut
Agrimoniae herbaGerbstoffreiche Droge mit Catechingerbstoffen, Flavonoiden und Triterpenen. Beim HMPC als traditionelles pflanzliches Arzneimittel geführt. Eine der milderen Drogen der Mischung.
Was Arzneibuchqualität hier bedeutet
Gemessen statt geschätzt
Der Gehalt an kennzeichnenden Inhaltsstoffen hängt von Art, Herkunft, Erntezeitpunkt und Verarbeitung ab und schwankt bei ungeprüfter Ware erheblich. Arzneibuchqualität nach Ph. Eur. heißt, dass Identität, Reinheit und Mindestgehalt festgelegt und geprüft sind – und dass der Pflanzenteil feststeht.
Bei der Mariendistel ist das der entscheidende Punkt: Die Monographie ist auf die Samen definiert. Kraut statt Samen, eine andere Herkunft oder Beimengungen sieht man der getrockneten Droge nicht an.
Reines Kraut, ohne Zusätze
LEBERFEIN besteht ausschließlich aus den sieben genannten Drogen – kein Trägermaterial, kein Streckmittel, keine zugesetzten Vitamine oder Spurenelemente, kein Aroma. Das hat einen praktischen Vorteil: Die Mischung greift nicht in die Mineral- und Vitaminbilanz ein und lässt sich neben einem Alleinfutter geben. Und es hat einen Preisaspekt – wer 150 g kauft, die zur Hälfte aus Trägermaterial bestehen, bezahlt den Grammpreis für 75 g Kraut.
Und die Einordnung dazu
Die genannten Bewertungen betreffen Humanarzneimittel in definierten Zubereitungen. Beim Hund haben diese Drogen eine eigene Anwendungstradition – sie sind in der Veterinärphytotherapie seit Langem gebräuchlich und in der Fachliteratur beschrieben, unter anderem bei Brendieck-Worm und Melzig. Was fehlt, sind kontrollierte Untersuchungen am Hund; das gilt für die gesamte Branche.
Fütterung und Dosierung
| Körpergewicht | Tagesmenge | Reichweite (150 g) |
|---|---|---|
| bis 10 kg | 2 g (1 Messlöffel) | ca. 75 Tage |
| 10–20 kg | 3 g (1,5 Messlöffel) | ca. 50 Tage |
| 20–30 kg | 4 g (2 Messlöffel) | ca. 37 Tage |
| 30–40 kg | 5 g (2,5 Messlöffel) | ca. 30 Tage |
| 40–50 kg | 6 g (3 Messlöffel) | ca. 25 Tage |
| über 50 kg | 7 g (3,5 Messlöffel) | ca. 21 Tage |
Anwendung
- Als Kur über acht Wochen, ein- bis zweimal jährlich – klassisch im Frühjahr und im Herbst
- Gabe: unter das Futter mischen, bei Trockenfutter leicht anfeuchten und sofort verfüttern
- Zeitpunkt: zur Hauptmahlzeit
- Einschleichen: in der ersten Woche die halbe Menge
- Trinkwasser: immer frisch und ausreichend zur Verfügung stellen
- Lagerung: kühl, trocken und lichtgeschützt, fest verschlossen
Warum wir Pausen empfehlen
Acht Wochen füttern, dann eine Pause. Der Grund ist in der Veterinärphytotherapie beschrieben: Pflanzliche Inhaltsstoffe wirken als Reiz, auf den der Organismus reagiert – und an Reize kann er sich gewöhnen, sodass die Reaktion ausbleibt. Brendieck-Worm nennt drei Wege, die Reizbarkeit zu erhalten: Anwendungspausen, den Wechsel des Präparats oder neue Kräuterkombinationen. Die Pause ist davon der einfachste – und zugleich die Gelegenheit zu prüfen, ob die Mischung noch gebraucht wird.
Sinnvolle Kombinationen
LEBERFEIN + DARMFEIN
Für Hunde mit empfindlicher Verdauung, wenn der Stoffwechsel gleichzeitig begleitet werden soll – als gemeinsame Kur.
LEBERFEIN + MAGENFEIN
Für Hunde mit empfindlichem Magen, die zusätzlich eine Stoffwechselkur bekommen sollen.
LEBERFEIN + GELENKFIT
Für ältere Hunde – zwei Bereiche, die mit zunehmendem Alter häufig gemeinsam begleitet werden.
Wichtige Hinweise
Die folgenden Anzeichen erfordern umgehende Aufmerksamkeit:
- Gelbfärbung von Augen, Schleimhäuten oder Haut
- Deutlich vergrößerter Bauchumfang
- Blutungen, die nicht zum Stillstand kommen
- Taumeln, Krämpfe oder andere neurologische Auffälligkeiten
- Plötzliche Appetitlosigkeit zusammen mit Erbrechen und Schwäche
Warum wir das so deutlich schreiben: Eine Kur über acht Wochen kostet Zeit. Wenn dahinter etwas steckt, das behandelt werden muss, ist diese Zeit verloren – und bei manchen Befunden kommt es darauf an.
Tierärztlich abklären lassen
- Auffälliges Blutbild
- Anhaltende Appetitlosigkeit
- Unerklärlicher Gewichtsverlust
- Vermehrtes Trinken und Urinieren
- Anhaltende Müdigkeit und Schwäche
Wann vorher abgestimmt werden sollte
- Bei bekannter Unverträglichkeit gegenüber einem der Bestandteile
- Bei Erkrankungen der Gallenwege. Für Kurkuma und Artischocke nennt die Humanmonographie hier eine Gegenanzeige; für den Hund gibt es dazu keine eigene Datenlage, und wir geben die Angabe mit dieser Herkunft weiter
- Bei tragenden und säugenden Hündinnen – unter anderem wegen der Schafgarbe
- Bei Welpen unter sechs Monaten
- Bei laufender Behandlung – und zu Medikamenten grundsätzlich zeitlichen Abstand einhalten
Rechtliche Einordnung
LEBERFEIN ist ein Ergänzungsfuttermittel für Hunde, kein Arzneimittel. Es ersetzt keine tierärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung.
Qualität
Arzneibuchqualität
Alle sieben Drogen nach Ph. Eur., chargenweise auf Identität, Reinheit und Gehalt geprüft.
Definierte Pflanzenteile
Samen statt Kraut bei der Mariendistel, Blatt statt Blütenkopf bei der Artischocke – jeder Pflanzenteil ist festgelegt.
In Tierarztpraxen erhältlich
VOTANA wird von Tierarztpraxen geführt.
Verarbeitung in Deutschland
Mischung und Abfüllung in Deutschland.
Häufige Fragen
Wann ist LEBERFEIN gedacht?
Für Phasen erhöhter Stoffwechselbelastung: den Fellwechsel im Frühjahr und Herbst, die klassische saisonale Kur, das fortgeschrittene Alter und Umstellungsphasen im Alltag. Als Kur über acht Wochen, ein- bis zweimal jährlich.
Warum enthält eine Lebermischung auch Goldrute?
Weil Leber und Nieren am Anfang und am Ende derselben Kette stehen: Die Leber macht Stoffe wasserlöslich, die Nieren scheiden sie aus. Die Goldrute wird in der Phytotherapie traditionell dem Harnapparat zugeordnet und bildet damit den zweiten Teil dieser Kette ab. Eine Mischung nur aus Leberdrogen wäre an dieser Stelle unvollständig.
Warum Mariendistelsamen und nicht Kraut?
Weil die Arzneibuchmonographie auf die Samen definiert ist – dort sitzen die kennzeichnenden Inhaltsstoffe. „Enthält Mariendistel" ohne Angabe des Pflanzenteils lässt damit die entscheidende Frage offen. Kraut statt Samen oder Beimengungen sieht man der getrockneten Droge nicht an; erst die Arzneibuchprüfung schließt das aus.
Warum ganzer Kurkumawurzelstock statt Curcumin-Extrakt?
Weil die Droge mehr ist als ein einzelner Inhaltsstoff. Der Wurzelstock bringt neben den Curcuminoiden auch ätherisches Öl und weitere Begleitstoffe mit, und die Monographie ist auf den ganzen Wurzelstock definiert. Isolierte Curcuminoide sind etwas anderes als die Droge – und folgen anderen Regeln.
Kur oder Dauergabe?
Als Kur. Acht Wochen, ein- bis zweimal jährlich, dann eine Pause. Der Grund steht in der Veterinärphytotherapie: Pflanzliche Inhaltsstoffe wirken als Reiz, und an Reize kann sich der Organismus gewöhnen. Die Pause erhält die Reizbarkeit – und ist zugleich die Gelegenheit zu prüfen, ob die Mischung noch gebraucht wird.
Mein Hund trinkt mehr – woran kann das liegen?
Goldrute und Löwenzahn werden in der Phytotherapie traditionell dem Harnapparat zugeordnet, und ein etwas größeres Urinvolumen ist bei diesen Drogen bekannt. Stelle deshalb immer ausreichend frisches Wasser zur Verfügung.
Wichtig: Deutlich vermehrtes Trinken gehört grundsätzlich tierärztlich abgeklärt, weil es viele Ursachen haben kann. Beobachte Deinen Hund und stelle ihn im Zweifel vor.
Wann sollte LEBERFEIN vorher abgestimmt werden?
Bei bekannter Unverträglichkeit gegenüber einem Bestandteil, bei Erkrankungen der Gallenwege, bei tragenden und säugenden Hündinnen, bei Welpen unter sechs Monaten und bei laufender Behandlung. Die Angabe zu den Gallenwegen stammt aus den Humanmonographien zu Kurkuma und Artischocke; für den Hund gibt es dazu keine eigene Datenlage, und wir geben sie mit dieser Herkunft weiter.
Was unterscheidet LEBERFEIN von einem Einzelkraut?
Der Aufbau. Am Markt gibt es im Wesentlichen zwei Varianten: reines Mariendistelpulver auf der einen Seite, angereicherte Mischungen mit zugesetzten Einzelstoffen auf der anderen. LEBERFEIN ist weder noch: sieben Arzneidrogen in Arzneibuchqualität, ohne Zusätze.
Der Gedanke dahinter ist der Multi-Target-Ansatz – die Drogen sollen sich ergänzen statt sich zu überlagern. Deshalb stehen Samen, Blatt, Kraut und Wurzel nebeneinander: verschiedene Pflanzenteile mit verschiedenen Stoffklassen.
Was bedeutet Arzneibuchqualität?
Dass Identität, Reinheit und Mindestgehalt der Droge im Europäischen Arzneibuch festgelegt sind und jede Charge daraufhin geprüft wird – derselbe Standard, der für Arzneimittel in der Humanmedizin gilt. Gehalte an kennzeichnenden Inhaltsstoffen schwanken bei ungeprüfter Ware erheblich; bei Arzneibuchware ist der Mindestgehalt definiert.
Mein Hund frisst LEBERFEIN nicht – was tun?
Mit der halben Menge beginnen und unter angefeuchtetes Futter mischen. Die Mischung enthält Bitterstoff- und Gerbstoffdrogen, die herb schmecken – bei wählerischen Fressern lohnt es sich, ein paar Tage Zeit zu geben und die Menge langsam zu steigern.
Wie lagere ich LEBERFEIN richtig?
Kühl, trocken und lichtgeschützt, die Packung immer fest verschließen. Ätherische Öle verflüchtigen sich bei Wärme – deshalb gehört die Mischung nicht neben den Herd oder ans Fenster.
Fragen zu LEBERFEIN?
Wir beraten Dich gern zu Auswahl, Dosierung und Anwendung unserer Produkte.
E-Mail: info@votana-hund.de
Telefon: 040 / 866 24202 (Mo–Fr 9–14 Uhr)