ULMENRINDE (Slippery Elm) ist ein Monopräparat aus der Innenrinde der amerikanischen Rotulme – Ulmus rubra. Mit 20 bis 30 Prozent Schleimstoffen gehört sie zu den gehaltvollsten Schleimdrogen überhaupt. Angerührt quillt sie zu einem gleichmäßigen Gel; gedacht ist sie für die kurze, gezielte Anwendung über drei bis sieben Tage.
Auf einen Blick
- 100 % Ulmenrinde – ein einziger Bestandteil, ohne Zusätze, Träger oder Konservierung
- Nur die Innenrinde – dort sitzen die Schleimstoffe, nicht in der Außenrinde
- 20–30 % Schleimstoffe – hochmolekulare Polysaccharide, die in Wasser quellen
- Als Suspension zubereitet – nicht trocken ins Futter, sonst passiert nichts
- Für drei bis sieben Tage gedacht, danach Wechsel auf MAGENFEIN oder DARMFEIN
- Abstand zu Medikamenten – ein bis zwei Stunden, weil Schleimstoffe die Aufnahme verzögern können
Was Slippery Elm ist
Die Droge im Überblick
- Botanik: Ulmus rubra, die Amerikanische Rotulme – ein in Nordamerika heimischer Laubbaum
- Verwendeter Teil: ausschließlich die Innenrinde – dort sitzen die Schleimstoffe
- Schleimstoffe: hochmolekulare Polysaccharide, vor allem Arabinogalactane und Rhamnogalacturonane
- Tradition: von indigenen Völkern Nordamerikas seit Jahrhunderten verwendet
- Warum wir sie führen: der Schleimstoffgehalt – unter den gebräuchlichen Schleimdrogen einer der höchsten
Warum die Innenrinde zählt
Die Schleimstoffe sitzen in der Innenrinde. Außenrinde enthält sie kaum – sie liefert Gewicht, aber keinen Gehalt, und sie ist der klassische Weg, Ulmenrinde zu strecken. Der getrockneten, gemahlenen Ware sieht man den Unterschied nicht an. Deshalb steht bei uns ausdrücklich die Innenrinde in der Zusammensetzung – und sonst nichts.
Wann wir Ulmenrinde einsetzen
Die Anlässe sind kurze, abgrenzbare Phasen – Zeiten, in denen sich im Alltag des Hundes etwas verändert.
Bei Futterumstellung
Wenn das Futter gewechselt wird oder Neues dazukommt – als Begleitung über die ersten Tage.
Bei Ortswechsel und Reisen
Situationen, in denen vieles auf einmal anders ist: Umzug, Urlaub, längere Autofahrten, Pension.
Für empfindliche Hunde
Hunde, die auf Veränderungen von Haus aus deutlicher reagieren als andere.
Was die Droge auszeichnet
Eine einzige Zutat – keine Zusätze, keine Hilfsstoffe, keine Konservierungsmittel. Die folgenden Angaben beschreiben die Droge Ulmenrinde, wie sie in der phytotherapeutischen Literatur charakterisiert wird; die analytischen Bestandteile unseres Produkts stehen bei den Produktangaben.
Schleimstoffe
20–30 %Hochmolekulare Polysaccharide. Sie quellen bei Wasserkontakt zu einem gleichmäßigen Gel – das ist die Eigenschaft, wegen der diese Droge seit jeher verwendet wird, und der Grund für die Zubereitung als Suspension.
Gerbstoffe
3–5 %Catechine und Proanthocyanidine. Gerbstoffe sind für Ulmenrinde charakteristisch und haben in der europäischen Phytotherapie eine lange Tradition.
Stärke
15–20 %Natürlicher Bestandteil der Rinde. Trägt zur Viskosität und zur Konsistenz der fertigen Suspension bei.
Mineralien und Vitamine
Calcium, Magnesium, Kalium und Eisen, dazu Vitamin A, B-Komplex und Vitamin K sowie Phenolsäuren – in den Mengen, die die Rinde natürlicherweise enthält.
Zubereitung der Suspension
Der wichtigste Punkt vorweg
Die Konsistenz entsteht beim Abkühlen, nicht beim Kochen. Direkt nach dem Köcheln ist die Mischung noch dünnflüssig – das ist normal und kein Fehler. Erst auf dem Weg zu lauwarm wird sie puddingartig.
Pulver abmessen
- 1–2 gehäufte Teelöffel (1 TL ≈ 2–2,5 g)
- In ein hitzebeständiges Gefäß
- 100–200 ml kaltes Wasser zugeben
- Gut verrühren, damit es klumpenfrei bleibt
- Für ein dickeres Ergebnis: 2 TL auf 100 ml
Aufkochen
- Unter ständigem Rühren aufkochen
- 2–3 Minuten köcheln lassen
- Noch dünnflüssig? Das ist normal
- Zu dick? Etwas Wasser nachgeben
Abkühlen
- Abkühlen lassen
- Erst jetzt wird die Masse puddingartig
- Niemals heiß verabreichen
Verabreichen
- 30–60 Minuten vor der Mahlzeit
- Zum Fressen anbieten oder mit einer Spritze (ohne Nadel) direkt ins Maul
- Vor der Gabe auf Zimmertemperatur bringen
- Im Kühlschrank 3–4 Tage haltbar
Abstand zu Medikamenten
Schleimstoffe legen sich über die Schleimhäute und können die Aufnahme anderer Substanzen verzögern – auch die von Arzneimitteln.
- Mindestens ein bis zwei Stunden Abstand zu allen Medikamenten
- Entweder Ulmenrinde zuerst, dann warten, dann das Medikament
- Oder umgekehrt – die Reihenfolge im Zweifel mit der Praxis abstimmen
Fütterungsempfehlung
| Körpergewicht | Menge pro Gabe | Häufigkeit |
|---|---|---|
| Hunde unter 20 kg | 5 ml | 2–3× täglich |
| Hunde über 20 kg | 5–10 ml | 2–3× täglich |
Wie viel soll ich anrühren?
Aus 1 Teelöffel Pulver und 100 ml Wasser entstehen rund 100 ml Schleim – das reicht bei einem kleinen Hund für etwa eine Woche. Da die angerührte Masse im Kühlschrank drei bis vier Tage hält, lohnt sich für kleine Hunde der halbe Ansatz: ½ Teelöffel auf 50 ml. So bleibt am Ende nichts übrig.
Anwendung
- Dauer: drei bis sieben Tage
- Zeitpunkt: 30 bis 60 Minuten vor den Mahlzeiten
- Aufbewahrung: im Kühlschrank, am praktischsten in einer Spritze
- Vor der Gabe: auf Zimmertemperatur bringen
- Lagerung des Pulvers: kühl, trocken und lichtgeschützt, fest verschlossen
Was nach den sieben Tagen kommt
Warum Ulmenrinde kein Dauerprodukt ist
Der Schleim legt sich über die Schleimhäute – das ist der Sinn der Sache. Bei dauerhafter Gabe kann derselbe Film aber den Kontakt der Nahrung mit den Verdauungssekreten beeinflussen. Für die längerfristige Begleitung sind unsere Kräutermischungen die passendere Wahl.
MAGENFEIN
Für Hunde mit empfindlichem Magen – sechs traditionelle Magenkräuter, darunter schleimstoffhaltige Drogen wie Malve und Süßholz sowie Fenchel und Melisse. Als Dauergabe geeignet.
DARMFEIN
Für Hunde mit empfindlicher Verdauung – sechs Bitterkräuter, dazu Wegwartenwurzel mit ihrem natürlichen Inulingehalt. Als Dauergabe geeignet.
VERDAUUNGS-BUNDLE
MAGENFEIN und DARMFEIN zusammen – wenn Du beides begleiten möchtest. Im Bundle günstiger als einzeln.
Wichtige Hinweise
Sofort zum Tierarzt
Diese Zeichen gehören untersucht, und zwar ohne Umweg über ein Futterergänzungsprodukt:
- Blut im Erbrochenen oder im Kot
- Anhaltendes Erbrechen über 24 Stunden oder Durchfall über 48 Stunden
- Apathie, Schwäche, Fieber
- Aufgeblähter, harter Bauch – ein Notfall
- Verdacht auf einen Fremdkörper oder eine Vergiftung
Tierärztlich abklären lassen
- Wiederkehrende Magen-Darm-Beschwerden
- Beschwerden, die über mehrere Tage anhalten
- Gewichtsverlust trotz normalem Appetit
- Chronisches Erbrechen oder chronischer Durchfall
- Häufiges Gras-, Kot- oder Erdfressen – dahinter können verschiedene Ursachen stehen
Bei laufender Behandlung
Erhält Dein Hund Medikamente, gehört der zeitliche Abstand vorher mit der Praxis abgestimmt – siehe oben. Das gilt für jede Dauermedikation.
Rechtliche Einordnung
ULMENRINDE ist ein Einzelfuttermittel für Hunde, kein Arzneimittel. Es ersetzt keine tierärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung.
Qualität
Laborgeprüfte Reinheit
100 % reine Ulmenrinde, auf Identität und Reinheit geprüft.
Nur die Innenrinde
Ausschließlich der schleimstoffreiche Teil – ohne Außenrinde, die Gewicht liefert, aber keinen Gehalt.
In Tierarztpraxen erhältlich
VOTANA wird von Tierarztpraxen geführt.
Hergestellt in Deutschland
Verarbeitung und Abfüllung in Deutschland.
Häufige Fragen
Wie bereite ich Ulmenrinde für meinen Hund zu?
1 bis 2 gehäufte Teelöffel in 100 bis 200 ml kaltes Wasser einrühren, unter ständigem Rühren aufkochen, zwei bis drei Minuten köcheln lassen und abkühlen lassen.
Wichtig: Die Suspension wird erst beim Abkühlen puddingartig – direkt nach dem Köcheln ist sie noch dünnflüssig. Dann zum selbstständigen Fressen anbieten oder mit einer Einwegspritze (ohne Nadel) direkt ins Maul geben. Die Menge richtet sich nach dem Körpergewicht.
Meine Suspension wird nicht dickflüssig – woran liegt das?
Meist an einem von zwei Punkten. Erstens der Zeitpunkt: Die Konsistenz entsteht beim Abkühlen, nicht beim Kochen. Wer direkt nach dem Köcheln in den Topf schaut, findet eine dünne Flüssigkeit – das ist normal.
Zweitens das Verhältnis: Für ein deutlich dickes Ergebnis nimmst Du 2 gehäufte Teelöffel auf 100 ml Wasser. Mit 1 Teelöffel auf 200 ml bleibt es naturgemäß dünner. Und nicht wesentlich länger als zwei bis drei Minuten köcheln.
Warum muss ich Ulmenrinde anrühren – kann ich sie nicht direkt geben?
Die Schleimstoffe quellen nur bei Kontakt mit Wasser und mit etwas Zeit. Trocken ins Futter gestreut bleibt das Pulver pulvrig und klumpt eher. Die Zubereitung dauert rund fünf Minuten.
Warum soll ich Ulmenrinde vor der Mahlzeit geben?
Die Schleimstoffe brauchen Zeit, um sich zu verteilen. 30 bis 60 Minuten vor der Mahlzeit gegeben, hat das Gel diese Zeit, bevor Futter dazukommt.
Wie lange ist die zubereitete Suspension haltbar?
Im Kühlschrank drei bis vier Tage. Am praktischsten lässt sich der Schleim in einer Spritze aufbewahren – dann ist die nächste Gabe direkt einsatzbereit. Vor der Anwendung auf Zimmertemperatur bringen. Bei Geruchsveränderung oder Schimmel sofort verwerfen.
Wofür wird Ulmenrinde beim Hund verwendet?
Ulmenrinde ist besonders schleimstoffreich – mit 20 bis 30 Prozent einer der höchsten Gehalte unter den gebräuchlichen Schleimdrogen. Angerührt quillt sie zu einem gleichmäßigen Gel.
Verwendet wird sie kurz und gezielt: in Umstellungsphasen, bei Futterwechsel, auf Reisen oder bei von Haus aus empfindlichen Hunden. Bei anhaltenden Beschwerden lass bitte den Tierarzt die Ursache abklären.
Wie lange wende ich Ulmenrinde an?
Warum wird keine Dauergabe empfohlen?
Warum muss ich Abstand zu Medikamenten einhalten?
Die Schleimstoffe bilden einen Film auf den Schleimhäuten, der die Aufnahme anderer Substanzen verlangsamen kann – auch die von Arzneimitteln. Daher mindestens ein bis zwei Stunden Abstand. Im Zweifel sprich die Reihenfolge mit Deinem Tierarzt ab.
Was unterscheidet ULMENRINDE von MAGENFEIN?
ULMENRINDE ist ein Monopräparat für die kurze Anwendung: 100 % Ulmenrinde mit sehr hohem Schleimstoffgehalt, als Suspension zubereitet, drei bis sieben Tage. MAGENFEIN ist eine Kräutermischung aus sieben traditionellen Magenkräutern für die längerfristige, kurweise Begleitung. Idealer Ablauf: ULMENRINDE am Anfang, danach der Wechsel.
Mein Hund mag die Konsistenz nicht – was tun?
Die meisten Hunde nehmen Ulmenrinde gut an, sie schmeckt leicht süßlich. Falls nicht: mit etwas Leberwurst oder natriumarmer Brühe mischen, mit einer Einwegspritze (ohne Nadel) direkt ins Maul geben oder etwas dünner zubereiten. Immer auf Zimmertemperatur, nie heiß.
Woher stammt die Ulmenrinde?
100 % amerikanische Ulmenrinde (Ulmus rubra), ausschließlich fein gemahlene Innenrinde. Verarbeitung in Deutschland. Ohne Zusätze, Hilfsstoffe oder Konservierungsmittel.
Wie lagere ich das Pulver richtig?
Kühl, trocken und lichtgeschützt, nicht über 25 °C. Die Packung immer fest verschließen – Schleimstoffe ziehen Wasser an, und bei Feuchtigkeit klumpt das Pulver. Nach dem Anbruch innerhalb von sechs Monaten aufbrauchen.
Fragen zu ULMENRINDE?
Wir beraten Dich gern zu Auswahl, Zubereitung und Anwendung unserer Produkte.
E-Mail: info@votana-hund.de
Telefon: 040 / 866 24202 (Mo–Fr 9–14 Uhr)